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Unter Bibliographien finden Sie die vollständigen Nachweise für Abkürzungen, die ich bei der Titelaufnahme verwende. +++ Wenn Sie einen Eigner, Künstler oder ein Motiv suchen, werden Sie unter der entsprechenden Rubrik fündig. +++ Im Gesamtbestand sind alle erfaßten Exlibris aufgelistet. +++ Was ich ankaufe, finden Sie in der Suchliste.

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Was ist ein Exlibris?

Ein Exlibris (aus dem Lateinischen übersetzt "aus den Büchern, aus der Bibliothek", weshalb die Vielzahl/der Plural auch Exlibris und nicht Exlibri heißt, auch Bucheignerzeichen, Bücherzeichen oder Bibliothekenzeichen genannt) ist ein kleines Einklebeblatt für Bücher, das den Besitzer kenntlich macht.

Sinn eines Exlibris war es ursprünglich, ein entliehenes Buch unversehrt zurückzuerhalten. Dazu reichte früher oft ein einfaches Blatt nur mit (manchmal sogar ohne) der Schrift, z.B. "Exlibris Adam Becker" (typographisches Exlibris) oder ein Blatt mit Schrift und Bild (graphisches Exlibris). Die Blätter werden in der Regel auf der Innenseite (Spiegel) des vorderen Buchdeckels angebracht. Das Exlibris kann aber auch am Ende des Buches kleben, damit der Entleiher nach beendeter Lektüre weiß, wem er das Buch zurückzugeben hat.

Exlibris im heutigen Sinne gibt es seit Beginn der Buchdruckerkunst. Vorläufer waren handgeschriebene Vermerke in Manuskripten, meist mit Wappen versehen. Diese Blätter wurden oft von namhaften Künstlern gestaltet, angefangen von Dürer, L. Cranach d. Ä. bis hin zu Wilhelm Busch, Picasso, Dali, Schmidt-Rottluff, Marc, Vogeler und den heute bekannten Buchillustratoren. Dies war eine Möglichkeit, Graphiken von Künstlern zu erhalten, die sonst außerhalb jeder Reichweite waren, weshalb Exlibris auch die "Grafiken der kleinen Leute" genannt werden.

So blieb es nicht aus, daß Exlibris nicht nur für Bücher bestimmt waren, sondern man begann, sie untereinander zu tauschen und zu sammeln. Dadurch verlor das Exlibris (vergleichbar mit der Briefmarke) seinen eigentlichen Sinn, bereitete Sammelnden aber durch Form- und Darstellungsvielfalt reichlich Freude. Herrschten anfänglich Wappen als Themen vor, wurden die Darstellungen später mehr und mehr von Landschaften, Flora und Fauna bestimmt. Auch der Eignername kann eine Rolle spielen, d.h. auf dem Blatt eines Herrn Müller finden wir eine Mühle oder einen Schmied mit Amboß bei Frau Schmidt. Diese Gattung wird "Redende bzw. Sprechende Exlibris" genannt. Auch Anspielungen auf die Berufe der Sammler sind nicht selten. Die Graphiken wurden dabei teilweise so groß, daß sie in kein Buch mehr passen.

Abkürzungen für alte Exlibris

del. = delineavit = gezeichnet
pinx.
= pinxit = gemalt
sculp.
= sculpsit = gestochen
imp.
= impressor = Drucker
exc.
= excudit = verlegt und gedruckt
fecit
= hat es gemacht

Einführende Literatur

Bis heute fehlt eine maßgebliche Monographie zum Thema Exlibris. Als Ersatz empfehle ich diese Werke:

● Leiningen-Westerburg, Karl Emich Graf zu: Deutsche und oesterreichische Bibliothekzeichen Exlibris. Ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde. Stuttgart: Julius Hoffmann 1901.

● Anneliese Schmitt: Deutsche Exlibris. Von den Ursprüngen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Leipzig: Koehler & Amelang 1987.

Exlibris-Gesellschaften


Deutsche Exlibris Gesellschaft

Österreichische Exlibris Gesellschaft


Schweizerischer Ex Libris Club

weitere Gesellschaften

Abkürzungen für moderne Exlibris

C1 Stahlstich
C2 Kupferstich
C3 Radierung
C4 Kaltnadel
C5 Aquatinta
C6 Weichgrundätzung
C7 Mezzotinto

L1 Autolithografie
L2 Autografie
L3 Zinkflachdruck
L4 Algrafie

P1 Buchdruck
P2 Rasterdruck
P3 Heliogravüre
P5 Lichtdruck
P7 Offset

S1 Original-Siebdruck

X1 Holzschnitt
X2 Holzstich
X3 Linolschnitt

Bei Mischtechniken werden die Abkürzungen durch Pluszeichen getrennt (z.B. C2 + C3 + C5)